Sr. M. Dietgard Asam durfte am späten Abend des 16. September 2026 heimgehen zu Gott, der die Kraft ihres Lebens war.

Sie wurde 93 Jahre alt und hatte vor 68 Jahren ihr Professversprechen gegeben.

Sr. M. Dietgard Asam wurde am 22. April 1933 in Stadlham, Kreis Dachau, als erstes Kind eines Landwirts und seiner Frau geboren. Bei der Taufe erhielt sie den Namen Maria.

Maria wuchs in der elterlichen Landwirtschaft auf. Ihre Schulzeit fiel in die Zeit des II. Weltkriegs, 1947 erhielt sie das Entlasszeugnis der Volksschule Hilgertshausen. Nach der Volksschulzeit besuchte sie bis 1949 die Landwirtschaftliche Berufsschule, ebenfalls in Hilgertshausen.

Im Anschluss war sie in der elterlichen Landwirtschaft und im Elternhaus tätig. Von November 1953 bis April 1954 besuchte sie im Kloster Indersdorf der Münchner Barmherzigen Schwestern einen „Winterkurs“ der Haushaltungsschule.  Dort reifte in ihr der Gedanke, selbst den Weg des Ordenslebens zu wählen.

1956 bat sie um Aufnahme in unsere Kongregation und trat im Mutterhaus in Dießen ein. Am 13. Mai 1957 legte sie das Kleid der Barmherzigen Schwestern an und erhielt den Schwesternnamen Sr. M. Dietgard. Nach einjährigem Noviziat fand am 14. Mai 1958 die Feier der ersten heiligen Profess statt.

Danach folgte für Sr. M. Dietgard die Ausbildung zur Krankenschwester, die sie 1960 erfolgreich mit dem Examen abschloss. Ihre Fachkompetenz führte sie an viele verschiedene Stellen: Von 1958 bis 1967 war sie im Städtischen Hauptkrankenhaus in Augsburg tätig, dann bis 1971 im Kreiskrankenhaus Marktoberdorf. 1971 kam sie erstmals ins Krankenhaus St. Vinzenz nach Pfronten, bevor sie von 1972 bis 1975 im Krankenhaus Mittenwald eingesetzt war. Von 1975 bis 1984 tat sie ihren Dienst in der Klinik Vincentinum. In diese Zeit fällt auch die Anerkennung als Krankenschwester für den Operationsdienst. Von 1984 bis 1998 war ihr Einsatzort nochmals der OP- und Funktionsbereich im Krankenhaus Pfronten.

Sr. M. Dietgard war in ihrer ruhigen, verfügbaren Art eine Schwester, die gern gebeten wurde, in Notlagen einzuspringen, so auch, als sie 1998 ins Sonnenheim nach Füssen gerufen wurde, wo sie bis 2001 blieb. Noch einmal kehrte sie bis 2004 zum Aufbau der Endoskopie nach Pfronten zurück. Nach einer Zeit in Refektor und Pforte des Mutterhauses zog sie in der Bauphase von 2010 bis 2014 ins Kloster St. Vinzenz nach Dießen. Ende Juli 2014 kam sie mit den Mitschwestern zurück nach Augsburg in die neue Einrichtung St. Vinzenz Pflege und hatte da Heimat. Die letzten Wochen und Monate wurden zu einem wirklichen Leidensweg für Sr. M. Dietgard, der jetzt, so dürfen wir glauben, in Gottes nie endende Liebe einmündet.

Zeit ihres Lebens war sie ihrem Bruder eng verbunden und nutzte ihre Urlaube dazu, ihn in Haus und Hof zu unterstützen.

Sr. M. Dietgard war eine frohe Mitschwester, die herzhaft lachen konnte, und gleichzeitig von stiller, eher zurückgezogener Art. Sie pflegte eine große Liebe zum Neuen Testament und war tief im Gebet verwurzelt.

Wir danken Sr. M. Dietgard für ihren bereitwilligen, scheinbar selbstverständlichen Einsatz an den verschiedenen Orten und in den unterschiedlichen Einsatzbereichen. Wir danken ihr für ihr gutes Dasein in der Gemeinschaft und ihre beständige Treue zu ihrer Berufung. Im Gebet bleiben wir ihr dankbar verbunden.

 

Die Beerdigung findet am 24.09.2026, um 13.00 Uhr in Augsburg auf dem Hermanfriedhof statt. Das Requiem wird um 14.00 Uhr in der Mutterhauskirche gefeiert.