Der Herr, der das Licht der Welt ist, holte unsere liebe Schwester M. Stanisla Voglmaier am 21. Februar 2026 zu sich in die Ewigkeit.
Sie wurde 94 Jahre alt und stand im 72. Jahr ihrer Profess.
Sr. M. Stanisla wurde am 26.11.1931 in Waldhausen, Gemeinde Schnaitsee im Chiemgau, geboren. Ihre Eltern, ein Landwirt und seine Frau, gaben Ihrer Tochter den Namen Maria, den sie drei Tage nach ihrer Geburt bei der Taufe in der Pfarrkirche St. Martin erhielt.
Maria wuchs in der elterlichen Landwirtschaft auf und besuchte über die Zeit des II. Weltkriegs hinweg von 1938 bis 1946 die Volksschule in Waldhausen. Ab März 1948 war sie im Krankenhaus St. Vinzenz in Pfronten tätig und machte sich dort mit allen Bereichen der Hauswirtschaft vertraut. Dort beendete sie auch ihre Zeit in der Landwirtschaftlichen Berufsschule.
In dieser Zeit wuchs wohl in ihr die Berufung zur Barmherzigen Schwester und sie bat um Aufnahme in unsere Gemeinschaft, in die sie am 22. Mai 1951 eintrat. Hier absolvierte sie die Ausbildung zur Krankenschwester, die sie 1953 erfolgreich abschloss.
Am 8. September 1953 wurde Maria eingekleidet und erhielt mit dem Ordenskleid den Namen Sr. M. Stanisla. Nach einjährigem Noviziat gab sie in der ersten heiligen Profess am 9. September 1954 dem Herrn ihr Jawort, das sie fast 72 Jahre lang mit ihrem Leben gefüllt hat.
Ihr erster Einsatzort als Krankenschwester war von Oktober 1954 bis Juli 1972 die Klinik St. Barbara. Sr. M. Stanisla erlebte damit die Vorbereitung zur Eröffnung der Klinik mit. Die damalige Oberin schrieb in ihrer Erklärung vor der Ewigen Profess im Jahr 1960: „Schwester M. Stanisla kam (…) als Jungprofessin in die Klinik St. Barbara, Augsburg. Bis zur Eröffnung des Hauses am 1.1.1955 leistete sie freudig und willig all die vielen anfallenden Putz- und Einräumarbeiten. Seit der Eröffnung der Klinik war sie auf der Krankenstation und auch abwechselnd im Nachtdienst eingesetzt. Sie hat jede Arbeit und jeden Einsatz willig und pflichtbewusst ausgeführt und war durch ihr freundliches Wesen bei Kranken und Schwestern beliebt.“
Von St. Barbara führte ihr Weg in die Landeshauptstadt, wo sie von Juli 1972 bis Mai 1997 in der Privatklinik Josephinum wirkte. Von dort kehrte sie nochmals nach St. Barbara zurück, wo sie bis 1999 blieb und schließlich auch die Auflösung der Klinik miterlebte. Nach einem Einsatz im Altenheim in Pfronten bis November 2000 kam sie ins Kloster St. Vinzenz nach Dießen.
Von jung an hatte Sr. M. Stanisla immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu tun, und der Umgang mit den Belastungen fiel ihr nicht immer leicht. Sie war eine eher zurückgezogen lebende Mitschwester. Große Kraft schöpfte sie aus dem guten Kontakt zu ihren Angehörigen und den Aufenthalten in ihrer Heimat.
Am 1. Juli 2014 zog Sr. M. Stanisla in St. Vinzenz Pflege & Wohnen ein. Dort konnte sie noch gute Jahre erleben, bis sich die gesundheitliche Situation immer weiter verschlechterte und ihr der Herr jetzt entgegengekommen ist, um sie zu sich zu holen. Er wird, darauf dürfen wir glaubend vertrauen, alle Momente der Finsternis ihres Lebens in Licht verwandeln und sie in seiner Liebe vollenden.
Wir danken Sr. M. Stanisla für ihre jahrzehntelang gelebte Treue zu ihrer Berufung und ihr beständiges Bemühen darum, ihr gerecht zu werden. Wir danken für ihre Beständigkeit im Gebet, alles Gutsein zu den ihr Anvertrauten und ihr stilles, freundliches Dasein in der Gemeinschaft. Im Gebet bleiben wir ihr dankbar verbunden.
Die Beerdigung findet am 25.02.2026, um 13.00 Uhr auf dem Hermanfriedhof statt. Das Requiem wird um 14.00 Uhr in der Mutterhauskirche gefeiert.
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