Wir wünschen Ihnen allen eine gesegnete, frohe und ermutigende österliche Zeit!

Gedanken zur Osterkerze in der Mutterhauskirche

An Ostern hören die Jünger – und damit heute wir – immer wieder den Gruß des Auferstandenen. Friede sei mit euch!

Er gibt uns sein Versprechen: Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch – nicht einen Frieden wie die Welt ihn gibt. (Joh. 14,27).

Die Arbeit an der Osterkerze hat mich dabei an die Quelle des Friedens erinnert, die auch in dieser Situation unserer Menschheitsgeschichte nicht versiegen wird: Ostern schenkt uns den Frieden, der aus dem Hindurchgehen durch den Tod geboren wird, den Frieden, den nur der Auferstandene aus seinem neuen, unzerstörbaren Leben heraus uns zusagen, den nur er uns zum Geschenk machen kann. Sein geöffnetes Herz wird zum Wurzelgrund, aus dem er aufbricht.

Sein Kreuz wird zur leuchtenden Feuersäule, die Orientierung gibt, wie wir ihm entgegengehen können: in Liebe, die bereit ist sich hinzugeben, in Ehrfurcht vor der Würde jedes Menschen, im tatkräftigen Tragen auch fremden Leids werden wir auf dem Weg in der Nachfolge Jesu mit ihm gehen können, der selbst unser Friede ist (Eph 2,14) und mit dem Gekreuzigt-Auferstandenen zu Friedensbringer*innen werden.

Dann kann die Friedenstaube den Ölzweig der Hoffnung verteilen und den Menschen aller Völker und Nationen in ihrer Sprache Kunde dieses Friedens bringen, wie es im Hintergrund angedeutet ist.

Von Herzen wünsche ich Ihnen die aufrichtende Freude und Zuversicht von Ostern, die Erfahrung des österlichen Friedens im Herzen und im Miteinander und eine ermutigende und erfüllende Begegnung mit dem Auferstandenen.

 

Sr. M. Veronika Häusler